Benutzerspezifische Werkzeuge

Wann muß der alte Heizkessel raus?

 

Die Erneuerung von Heizkesseln

Alte Heizkessel sind meistens überdimensioniert und haben einen schlechten Nutzungsgrad. Durch eine Erneuerung kann der Nutzungsgrade um über 25% verbessert und entsprechend viel Energie eingespart werden. Was heißt das für die Praxis? Wann lohnt sich der Austausch des alten Kessels? Eine gesetzliche Nachrüstpflicht auf den Stand der Technik gibt es nur, wenn die vorgeschriebenen Abgasverluste trotz Nachjustierung nicht mehr eingehalten werden können oder ein bestimmtes Alter überschritten wird. Aber wenn eines der folgenden Kriterien erfüllt ist, sollte gehandelt werden:

  • Wenn der Kessel älter als 15 Jahre ist, sollte er sehr genau auf seinen Zustand überprüft werden. Bei über 20 Jahre alten Kessel kann eine Erneuerung pauschal empfohlen werden. Das Baujahr steht auf dem Typenschild oder dem Schornsteinfegerprotokoll.
  • Wenn die Anforderungen der so genannte Kleinfeuerungsanlagenverordnung nicht mehr eingehalten werden, wird der Schornsteinfeger dies bescheinigen. Dann ist bei alten Kesseln in der Regel eine komplette Erneuerung anzuraten. Die Fristen zum Austausch des Kessels hängen vom Abgasverlust ab.


Ermittelter Abgasverlust


>10 % >11 % 12 % 13 % >13 %
4 kW  bis   25 kW

01.11.2004 01.11.2002 01.11.2001
 26 kW  bis   50 kW
01.11.2004 01.11.2002 01.11.2001 01.11.2001
51 kW  bis 100 kW 01.11.2004 01.11.2002 01.11.2001 01.11.2001

>  100 kW 01.11.2004 01.11.2002 01.11.1999 01.11.1999

Die Energieeinsparverordnung schreibt- abgesehen von wenigen Ausnahmen- ein Erneuerung des Heizkessels bis 31.12.2006 vor, wenn der alte Kessel vor dem 01.11.1978 eingebaut wurde. Wichtigste Ausnahme: Für selbstgenutzte Ein- oder Zweifamilienhäuser gilt dies jedoch erst zwei Jahre nach einem Eigentümerwechsel. „Alarmzeichen stellen“ stellen außerdem Abgastemperaturen über 200 °C dar. Überhöhte Bereitschaftsverluste können anhand der Oberflächentemperatur der Kesselummantelung festgestellt werden. Der Kessel sollte nur lauwarm werden und keinesfalls die Temperatur der Heizkörper erreichen. Wenn eine größere, kostenintensive Reparatur fällig ist, sollte dies zum Anlass sein, eine komplette Erneuerung zu prüfen. Auch die Bereitstellung eines neuen Energieträgers (Anschluss an das Gas- oder Fernwärmenetz) kann Anlass sein, den alten Heizkessel stillzulegen. Ein vorzeitiges Umsteigen auf einen auf einen anderen Energieträger lohnt sich jedoch unter wirtschaftlichen Aspekten meist nicht: Auf jeden Fall sollten bei einer Entscheidung alle Kosten mit berücksichtigt werden (Demontage des Kessel, Säuberung und gegebenenfalls Entfernung von Öltanks, etc.). Eine Umrüstung von Öl auf Gas ist meist auch ohne neuen Kessel durch Austausch des Brenners möglich.

<< zurück

 

 

 

logo